Wir machen Stimmung gegen Ungleichheit

16. Oktober 2014 von Hansjörg Müller

Ungleichheit ist ein Thema, dass sich leider noch immer wie ein roter Faden rund um den Planeten zieht. In Südafrika erschwert die Hautfarbe den Zugang zu höherer Bildung. Im Irak müssen die Yeziden als religiöse Minderheit immer wieder um ihr Leben bangen. In Indien fürchten sich schwule Männer auf Grund ihrer Sexualität bei sexuellem Missbrauch die Polizei zu verständigen, die dort oft selbst Täter ist. Ökonomisch sieht es weltweit so aus, dass die 85 reichsten Menschen der Welt ebenso viel besitzen wie die ärmsten 3,5 Milliarden. Solche Beispiele finden sich leider an vielen Stellen.

Infografik Oxfam: Die 85 reichsten Menschen besitzen ebenso viel wie die ärmsten 3,5 Milliarden.

Ungleichheit kommt also in vielen Formen vor. Immer geht es darum, dass bestimmte Menschengruppen sich selbst Rechte und Privilegien herausnehmen, die sie gleichzeitig anderen absprechen. Oft herrscht dabei sogar mehrfache Benachteiligung. So zum Beispiel ist es auch für viele Frauen im globalen Süden.  Dort wie hier verdienen Frauen im Durchschnitt weniger Lohn als Männer, wenn sie überhaupt einer bezahlen Beschäftigung jenseits der Hausarbeit und Familienpflege nachgehen. Es verwundert also kaum, dass 70 Prozent der 1,3 Milliarden Menschen, die zurzeit in extremer Armut leben, Frauen und Mädchen sind. Handelt es sich bei diesen Frauen zusätzlich noch um ethnische oder andere Minderheiten, dann verschlechtert dies oft zusätzlich die Lage. In Lateinamerika beispielsweise sind die medizinische Versorgung bei Geburten und auch der Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt für indigene Frauen deutlich eingeschränkter als für „weiße“ Latinas.

Eine der Organisationen, die sich in Peru gegen die Ungleichbehandlung von Frauen einsetzen, ist die Asociación Aurora Vivar. Diese ist bereits seit 1985 für die Gleichberechtigung von Frauen aktiv und hat im letzten Jahr zusammen mit  FEMUCARINAP Asociacion Aurora Vivar WEBOxfam Deutschland die Studie „Mangos mit Makel“ erstellt. Dort wurden die unhaltbaren Zustände der peruanischen Mangoproduktion aufgezeigt für die deutsche Supermärkte mitverantwortlich sind. Fast ein Drittel aller in Deutschland verkauften Mangos kommt nämlich aus Peru. Frauen sind dabei hauptsächlich in der Mangoverpackung angestellt und müssen zur Hochsaison täglich zwölf Stunden oder mehr arbeiten. Die Löhne liegen jedoch trotzdem meistens unter der Armutsgrenze. Die Ernährung einer Familie kann damit nicht bestritten werden. Da die Mangoernte nur zwischen November und März stattfindet, müssen die Arbeiterinnen für die übrige Zeit eine andere Beschäftigung finden. Viele Frauen, die keine Arbeit auf anderen Plantagen oder als Haushaltshilfen finden, müssen dabei mit dem wenigen auskommen, was sie selbst auf ihren kleinen Grundstücken erwirtschaften können.

Umso wichtiger ist es, peruanischen Frauen den Weg zu höher qualifizierten und besser bezahlten Jobs zu ebnen und ihnen aufzuzeigen, wie sie selbstbestimmter und besser leben können. Oxfams Partnerorganisation Asociación Aurora Vivar macht genau dies. Sie stellt sich Stereotypen und Vorurteilen entgegen, unterstützt junge Frauen beim Berufseinstieg und setzt sich dafür ein, dass Frauenrechte auch am Arbeitsplatz selbstverständlich werden. Ihre Trainingsangebote für Frauen gerade in nicht-traditionellen Bereichen wie Elektrizität und Gerätetechnik haben bereits diverse frauengeführte Unternehmen hervorgebracht. Die dort angestellten Frauen haben sichere Arbeit und erhalten Löhne, mit denen sie sich selbst und ihre Familien gut ernähren können.

stimme-fuer-frauen_02_produktbild-weissDer Weg hin zu mehr Chancengleichheit beginnt mit einem ersten Schritt und zuverlässigen Partnern vor Ort, wie Aurora Vivar. Wenn du jetzt direkt dazu beitragen willst, die Lebenssituation von Frauen und ihren Familien im globalen Süden zu verbessern, dann ist unser OxfamUnverpackt Geschenk „Eine Stimme für Frauen“ genau das richtige für dich! Auch eine schöne Idee zu Weihnachten für Mama, Oma oder deine beste Freundin!

Logo Blog Action Day 2014 #BAD2014Dieser Artikel ist unser Beitrag zum Blog Action Day 2014, der Tag, an dem Blogger/innen weltweit über das Thema Ungleichheit schreiben. #BAD2014, #OCT16, #Inequaity #BlogAction14 

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Soziales Engagement von Unternehmen, das begeistääährt

1. Oktober 2014 von OxfamUnverpackt Team

Mit Charity-Geschenken von OxfamUnverpackt bereitet man doppelt Freude – einmal hier bei uns in Deutschland und einmal in tausenden Kilometern Entfernung. Auch Unternehmen profitieren doppelt von Kooperationen mit OxfamUnverpackt: Sie unterstützen Oxfams Arbeit für eine gerechte Welt ohne Armut und begeistern zugleich ihre Kundinnen und Kunden mit einZiegartigem Charity-Engagement. So zeigen Firmen in Zusammenarbeit mit Oxfam soziales Engagement und Sinn für Nachhaltigkeit. Hier ein paar aktuelle Beispiele kreativer Kooperationen als Inspiration.

Brands4friends: Das doppelte Lott(i)chen

EinZiegartiges Schafspärchen von OxfamUnverpackt für Brands4friendsGemeinsam mit Brands4friends, einem Online Shopping Club für exklusive Mode und Marken, haben wir im vergangenen Dezember ein exklusives Sonderangebot für die mehr als vier Millionen Brands4friends-Mitglieder „geSCHA(f)Fen“: ein Schafspärchen. Der Shopping-Club hat das Angebot in seinem Newsletter, auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen vorgestellt und so seinen Mitglieder nicht nur ein originelles und exklusives Weihnachtsgeschenk empfohlen, sondern sie gleichzeitig mit ihrem sozialen Engagement begeistert. Brands4friends und das Schaf Lotti haben doppelt Freude bereitet: die Mitglieder haben sich genauso gefreut wie Menschen in armen Ländern wie Äthiopien, wo Existenzsicherungsprojekte unterstützt werden.

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Ziege zahlt Schulgebühren

14. Juli 2014 von Veronika Koca

Seit vier Jahren sorgt die 15-jährige Annie allein für sich und ihre beiden kleinen Geschwister. Sie leben in einem Dorf im Distrikt Thyolo im Süden von Malawi. Als Annie sechs ist, kommt ihr Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Fünf Jahre später stirbt die Mutter an den Folgen von HIV. Mit elf ist Annie plötzlich das Familienoberhaupt, muss sich um ihren Bruder Edison (8) und ihre Schwester Agnes (4) kümmern, Essen beschaffen und den Haushalt machen.

Oxfam Unverpackt unterstützt Schulen in Simbabwe

Mit Oxfams Unterstützung konnte Annie (15) aus Malawi eine Ziege kaufen und so für ihre Geschwister und sich die Schulgebühren zahlen. (Foto: Abbie Trayler-Smith)

Mit Oxfams Unterstützung können sich die drei Geschwister eine Ziege kaufen, die wenig später zwei Junge kriegt. Das eine Zicklein schenken sie den Nachbarn, das andere verkaufen sie auf dem Markt. Von dem Geld zahlt Annie als erstes ihre Schulgebühren. „Die Grundschule für Edison und Agnes kostet noch nichts – für meine weiterführende Schule muss ich aber bezahlen“, erzählt sie. Dann kauft sie noch Schulkleidung, den Rest gibt sie für Mais aus. So haben sie genug Essen und auch Futter für die Ziege.
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„WhizzKids United“ in Südafrika: Mit Fußball gegen AIDS

23. Juni 2014 von Kinga Rybinska

An seinen älteren Bruder erinnert sich Sam ganz genau, obwohl er erst fünf war, als David gestorben ist. David hat ihm das Fußballspielen beigebracht – eben das, was der heute 11-jährige Südafrikaner am meisten liebt. Wie hätte er David vergessen können?

Schüler der Kwapata Secondary School kicken bei den Whizzkids (Foto: Matthew Willman/ Oxfam Australia)

Schüler der Kwapata Secondary School kicken bei den Whizzkids (Foto: Matthew Willman/ Oxfam Australia)

Damals hatte Sam nicht verstanden, warum sein großer Bruder – mit 15 Jahren kam er dem Kleinen unheimlich erwachsen vor – plötzlich nicht mehr da war. Sam weiß aber noch wie heute, dass alle in seiner Heimatstadt Pietermaritzburg nur noch von HIV und Aids gesprochen haben. Den Worten seiner Eltern und Nachbarn hat der Junge verängstigt gelauscht. Und sich immer wieder auf den Bolzplatz geflüchtet, als der Druck unerträglich wurde. Mit dem Lehmboden unter den Füßen fühlte er sich stark. Wäre doch jedes Problem im Leben so einfach zu lösen, wie einen Elfmeter zu verwandeln. Den Rest des Artikels lesen »

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Geburtshelferin verzweifelt gesucht

23. April 2014 von Ulrich Schlenker

Tasleem Baigum (rechts) erzählt ihre Geschichte. © Saibaan

„Als ich aufwachte und neben mir im Bett mein Baby lag, war ich unbeschreiblich glücklich“, sagt Tasleem Baigum. Die 28-Jährige und ihr Neugeborenes haben großes Glück gehabt. Gerade noch rechtzeitig hatte ihr Mann seine hochschwangere Frau ins Krankenhaus in Shinkiari (Pakistan) gebracht.

Sieben Stunden vorher hatte Tasleem in ihrem Heimatdorf das Bewusstsein verloren. Es war mitten in der Nacht, als die Wehen einsetzten – doch das Baby wollte nicht kommen. „Ich lag hilflos da – nur meine Nachbarinnen waren bei mir und wussten nicht, was sie tun sollten“, erzählt Tasleem. „Sie sagten mir aufmunternde Worte – doch mir war klar, dass mein Baby und ich in großer Gefahr sind.“

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