Ostern im Flüchtlingscamp: Ein wenig Normalität

Die Kirchengruppe feiert den Ostersonntag in der Ezebun Kirche im tansanischen Nyarugusu Flüchtlingscamp im März 2016. © Phil Moore/Oxfam
Die Kirchengruppe feiert den Ostersonntag in der Ezebun Kirche im tansanischen Nyarugusu Flüchtlingscamp im März 2016. © Phil Moore/Oxfam

„Eines der größten Flüchtlingscamps der Welt“

Seit April 2015 fliehen die Menschen vor den Kämpfen und Unruhen in Burundi. Viele suchen über die Kigoma Region Zuflucht im benachbarten Tansania. Die meisten von ihnen finden Unterkunft im Flüchtlingscamp Nyarugusu.

Laut der UNHCR ist Nyarugusu „eines der größten und überfülltesten Flüchtlingscamps der Welt“. Ursprünglich für 50.000 Flüchtlinge errichtet, leben hier mittlerweile über 140.000 Menschen auf engstem Raum. Viele der 60.000 kongolesische Flüchtlinge leben hier bereits seit über 20 Jahren, seit April 2015 kamen 78.000 weitere Menschen aus Burundi hinzu. Im Oktober 2015 wurden daher drei weitere Camps errichtet, um Neuankömmlinge aufnehmen zu können, Nduta, Mtendeli und Karago.

Oxfam vor Ort

Oxfam ist sowohl in Nyarugusu als auch in Nduta vor Ort. 1997 gründete Oxfam gemeinsam mit der tansanischen Bevölkerung TWESA (Tanzanian Water and Sanitation Agency), um die Wasserversorgung in Nyarugusu zu verbessern. Die Partnerorganisation kümmert sich um die Versorgung von etwa 135.000 Menschen mit Wasser und sanitären Anlagen. Es wurden Filteranlagen zum Säubern des Flusswassers errichtet, sowie Lagertanks und hunderte von Waschmöglichkeiten für Männer und Frauen. Im Camp Nduta hat sogar jede Familie ihre eigene Toilette. 6.771 Toiletten, 4.396 Waschmöglichkeiten und 10.000 Wasserhähne konnten bis 2016 in den beiden Camps errichtet werden!

Neben der verbesserten Wasserversorgung stellt Oxfam auch überlebensnotwendige Nahrungsmittel bereit und bietet Programme zur Einkommenssicherung an. Die individuellen Talente der Menschen sollen gefördert werden, indem ihnen eine Perspektive geboten wird. So können sie zum Beispiel als Imker/innen, Farmer/innen, Schneider/innen oder Bäcker/innen arbeiten und sich ihr eigenes Einkommen verdienen. Gleichzeitig kann die Infrastruktur und Umweltfreundlichkeit der Camps verbessert werden, indem Straßen ausgebaut und Bäume gepflanzt werden.

Ein Stück Normalität für Jackline

Jackline macht sich mit ihrer Familie bereit für den Gottesdienst am Ostersonntag. © Phil Moore/Oxfam
Jackline macht sich mit ihrer Familie bereit für den Gottesdienst am Ostersonntag. © Phil Moore/Oxfam

Jackline (Name geändert) ist schon ihr ganzes Leben auf der Flucht. Die 47 Jährige musste Burundi bereits zweimal wegen der andauernden Konflikte in ihrem Heimatland verlassen, jeweils in den 70er und 90er Jahren. Als sie in Nyarugusu ankam, befanden sich auch zwei Waisenkinder in ihrem Zelt. Jackline hat sich ihrer angenommen. Als die UN mit der Registrierung der Flüchtlingsfamilien begann, wurde sie offiziell zum Vormund der Kinder. Sie trägt nun die Verantwortung, macht sich aber große Sorgen, sich nicht ausreichend um sie kümmern zu können, da sie nicht genügend Einkommen hat. Dennoch bemüht sie sich, den Kindern ein schönes Leben zu ermöglichen. Am Ostersonntag macht sich die Familie fertig für den Gottesdienst – ein Stück Normalität im Alltag des Flüchtlingscamps.

So kannst Du helfen

Mit Geschenken von OxfamUnverpackt kannst Du die Arbeit von Oxfam unterstützen! © Oxfam Deutschland
Mit Geschenken von OxfamUnverpackt kannst Du die Arbeit von Oxfam unterstützen! © Oxfam Deutschland

Oxfams Arbeit in diesen Camps ist noch lange nicht beendet. Es werden weiterhin Hygiene-Kits verteilt und Schulungen zu Hygienemaßnahmen gehalten, um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern. Auch werden weiterhin sanitäre Einrichtungen errichtet. Mit Geschenken von OxfamUnverpackt.de kannst Du die Arbeit von Oxfam unterstützen. Auch zu Ostern haben wir viele lustige und gleichzeitig sinnvolle Geschenke, mit denen Du nicht nur Deinen Liebsten eine Osterfreude machst, sondern gleichzeitig Menschen wie Jackline dabei unterstützt, ihr Leben zu verbessern und gleichzeitig ein wenig Normalität in dieses einkehren zu lassen.

Und wenn Du noch mehr Geschichten und Wissenswertes rund um OxfamUnverpackt lesen willst oder auf der Suche nach einZiegartigen Geschenken bist, dann schau regelmäßig auf unserem Blog oder auf facebook.com/OxfamUnverpackt vorbei.

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