Entwicklungszusammenarbeit

Hier sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht

Gudile Nasine ist Frauenbeauftragte bei Oxfams Partnerorganisation UGEAFI © Reinhild Schumacher/ Oxfam Deutschland
Gudile Nasine ist Frauenbeauftragte bei Oxfams Partnerorganisation UGEAFI © Reinhild Schumacher/ Oxfam Deutschland

Gute Luft, kühler Schatten, Früchte und Holz: Überall auf der Welt sind Bäume ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität. In der Demokratischen Republik Kongo wurden zahlreiche Wälder abgeholzt, um während kriegerischer Konflikte Verstecke für Kämpfer zu zerstören und um die Bäume als Brennholz zu verfeuern.  Auf den schwer zugänglichen Hochplateaus von Minembwe und Itombwe in der Provinz Süd-Kivu sind die Folgen nun zu spüren.

Frauen und Mädchen müssen lange, beschwerliche Wege zurücklegen, um an Feuerholz zu gelangen – die einzige Energiequelle auf dem kühlen Hochplateau. Für einen Schulbesuch oder Bewirtschaftung von Feldern bleibt immer weniger Zeit. 

Seit einigen Jahren unterstützt Oxfam die Partnerorganisation UGEAFI dabei, die Wiederaufforstung zielgerichtet anzugehen. UGEAFI ist seit 20 Jahren in dem Projektgebiet tätig und hilft der Bevölkerung, Saatgut auszubringen, Setzlinge zu pflanzen und in Zukunft unabhängig weiterarbeiten zu können. Die Erfolge können sich sehen lassen. Über 900.000 Bäume konnten bereits gepflanzt werden.

Eine Ziege ist der beste Weg aus der Armut

Delfina Bernado in Mosambik hat von Oxfam Ziegen zur Existenzsicherung bekommen. © Abbie Trayler-Smith/ Oxfam Australia
Ziegen als Existenzsicherung: Delfina Bernado lebt mit ihrer Familie in Mosambik und hat von Oxfam Tiere erhalten. © Abbie Trayler-Smith/ Oxfam Australia

Was bringt Entwicklungszusammenarbeit? Und vor allem: Hilft es wirklich, wenn ich eine Ziege verschenke? Das sind Fragen, die Du Dir vielleicht schon gestellt hast. Genauso ging es dem Forscherteam um die Ökonomen Abhijit Banerjee und Esther Duflo. Banerjee und Duflo haben vor zwölf Jahren das "Poverty Action Lab" an der renommierten Elite-Universität in Cambridge MIT in den USA gegründet, das Methoden der Armutsbekämpfung und Entwicklungszusammenarbeit empirisch überprüft. Das Ergebnis ihrer aktuellen Studie ist: JA.