Flüchtlingscamps

Ostern im Flüchtlingscamp: Ein wenig Normalität

Die Kirchengruppe feiert den Ostersonntag in der Ezebun Kirche im tansanischen Nyarugusu Flüchtlingscamp im März 2016. © Phil Moore/Oxfam
Die Kirchengruppe feiert den Ostersonntag in der Ezebun Kirche im tansanischen Nyarugusu Flüchtlingscamp im März 2016. © Phil Moore/Oxfam

„Eines der größten Flüchtlingscamps der Welt“

Seit April 2015 fliehen die Menschen vor den Kämpfen und Unruhen in Burundi. Viele suchen über die Kigoma Region Zuflucht im benachbarten Tansania. Die meisten von ihnen finden Unterkunft im Flüchtlingscamp Nyarugusu.

Laut der UNHCR ist Nyarugusu „eines der größten und überfülltesten Flüchtlingscamps der Welt“. Ursprünglich für 50.000 Flüchtlinge errichtet, leben hier mittlerweile über 140.000 Menschen auf engstem Raum. Viele der 60.000 kongolesische Flüchtlinge leben hier bereits seit über 20 Jahren, seit April 2015 kamen 78.000 weitere Menschen aus Burundi hinzu. Im Oktober 2015 wurden daher drei weitere Camps errichtet, um Neuankömmlinge aufnehmen zu können, Nduta, Mtendeli und Karago.

Auf der Flucht vor der Kälte

Diese Kinder wärmen sich an brennendem Müll in West Owsija, einem kleinen Dorf nahe Qayyarah, Irak © Oxfam International
Diese Kinder wärmen sich an brennendem Müll in West Owsija, einem kleinen Dorf nahe Qayyarah, Irak © Oxfam International

Derzeit sind weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht, etwa die Hälfte davon Kinder. In den Flüchtlingsunterkünften gibt es häufig nicht genügend zu Essen, keine festen Unterkünfte und kaum Zugang zu fließendem Trinkwasser. Vor allem in den Flüchtlingscamps im Nahen Osten leiden die Menschen nun zusätzlich unter den eisigen Temperaturen des Winters. In Zelten und unter notdürftig errichteten Dächern harren sie bei bis zu minus 20 Grad aus, ohne eine Möglichkeit, sich ausreichend zu wärmen. Auch die Versorgung mit Trinkwasser und Hygieneartikeln ist zum großen Teil katastrophal.

Oxfam versorgt derzeit Flüchtlinge in Serbien, Jordanien, Griechenland und dem Irak mit den wichtigsten Dingen, damit sie diesen harten Winter überleben. Mariam, Ali und Rania sind drei dieser Menschen.