OxfamUnverpackt sorgt für Trommelwirbel

Diese Mädchen auf einem Markt von Benin beweisen, dass sie Rhythmus im Blut haben. © Oxfam Deutschland, Stefanie Beck
Diese Mädchen auf einem Markt von Benin beweisen, dass sie Rhythmus im Blut haben. © Oxfam Deutschland, Stefanie Beck

Bildung gibt Menschen die Chance, später einen guten Beruf auszuüben, sich gegen Missstände im eigenen Land einzusetzen und ihre Familien zu ernähren. Doch nach wie vor gehen in vielen Ländern deutlich mehr Jungen als Mädchen in die Schule. In Benin schicken viele Eltern ihre Töchter zu Gastfamilien in Großstädte, damit sie dort zur Schule gehen können. Meist müssen die Mädchen jedoch den ganzen Tag auf dem Markt arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir möchten Euch Louise und Victoire vorstellen, zwei Mädchen die es mithilfe von Oxfam geschafft haben, sich trotz dieser Hürden eine Zukunft aufzubauen.

Nicht Trübsal blasen, sondern Rhythmen schlagen!

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation ASSOVIE unterstützt Oxfam Mädchen wie Louise und Victoire und errichtet Klassenzimmer direkt auf den Märkten. Dadurch können derzeit 340 Kinder auf 20 Märkten zur Schule gehen. Später erhalten die Mädchen die Möglichkeit, in einem Ausbildungsbetrieb einen Beruf zu erlernen und werden dabei von der Organisation betreut und unterstützt.

ASSOVIE bietet den Mädchen außerdem viele Projekte am Nachmittag an. Besonders beliebt sind die Tanz-, Theater- und Musikgruppen. Für die Kinder, die meist nur Arbeit und Unterdrückung kennen, sind solche Freizeitvergnügungen ein wichtiger Ausgleich. Sie stärken das Selbstbewusstsein der Mädchen und helfen ihnen, sich ausdrücken zu können. Louise und Victoire erzählen uns, wie Musik und Tanz ihr Leben verändert haben:

 „Als ob die Trommeln zu mir sprechen!“

Die 18-jährige Louise Sagbo war von Anfang an von den Instrumenten begeistert. © Oxfam Deutschland, Stefanie Beck
Die 18-jährige Louise Sagbo war von Anfang an von den Instrumenten begeistert. © Oxfam Deutschland, Stefanie Beck

Louise Sagbo ist 18 Jahre alt. Sie besucht seit 2008 eine Schule von ASSOVIE und ist ein Jahr später der Theater- und Musikgruppe beigetreten. Hier spielt sie die große Trommel und andere Percussioninstrumente. „Ich habe damals die Trommeln gehört und es war, als ob sie zu mir sprechen“, sagt sie. „Deshalb wollte ich trommeln lernen.“ Doch nicht nur in der Musikgruppe sorgt Louise für Trommelwirbel. Seit 2011 macht sie eine Schneider-Ausbildung und wirbelt so auch ihre Zukunft ordentlich auf. Denn eines Tages möchte die 17-Jährige sich ihren Traum von einem eigenen Schneideratelier verwirklichen. Doch zunächst will sie nach ihrer Lehre eine der Intensivschulen von ASSOVIE besuchen, um ihr Französisch zu verbessern.

Eine Zukunft beim Staatsballett?

Auch mit Ausdruckstanz lässt sich die Öffentlichkeit aufwirbeln und in ihren Babnn ziehen. Davon weiß die 16-jährige Victoire zu berichten, die genau wie Louise seit sieben Jahren eine Schule von ASSOVIE besucht. 2008 hat Victoire auf dem Markt von Létongbè mit der Alphabetisierungsklasse angefangen. Gemeinsam mit Louise besuchte sie schließlich die Theater- und Musikgruppe und entschied sich, das Tanzen zu lernen. Monsieur Raymond Sossou ist Leiter der Gruppe und betreut unter anderem das beninische Staatsballett. Bei ASSOVIE unterrichtet er besonders gern. „Wenn die Mädchen sich durch den Tanz ausdrücken können, dann weiß ich, dass ich mein Ziel erreicht habe. Das macht mich stolz!“, sagt er. Monsieur Sossou findet es sehr schade, dass bisher nicht noch mehr Mädchen mit diesem Projekt erreicht werden können, da die Aktivitäten das Selbstbewusstsein der Mädchen enorm stärken.

Die 16-jährige Victoire Lanzou (links) mit ihrer Freundin und Tanzpartnerin Bénoite Odibamon (24). Victoire könnte eines Tages auf den Bühnen des beninischen Staatsballetts stehen. © Oxfam Deutschland, Stefanie Beck
Die 16-jährige Victoire Lanzou (links) mit ihrer Freundin und Tanzpartnerin Bénoite Odibamon (24). Victoire könnte eines Tages auf den Bühnen des beninischen Staatsballetts stehen. © Oxfam Deutschland, Stefanie Beck

Früher, erinnert sich Victoire, war alles furchtbar schwierig für sie. Sie hat sich nicht getraut, ihre Meinung zu sagen und war sehr schüchtern. Heute ist sie Vortänzerin, Leadvocalist und souveräne Schauspielerin, die selbst in Männerrollen überzeugt. Monsieur Sossou traut der 16-Jährigen sogar zu, später einmal die Aufnahmeprüfung beim Staatsballett bestehen zu können. „Ich bin sehr glücklich über ASSOVIE“ erzählt uns Victoire. „Ich habe viel für mein Leben gewonnen!“

Mit Pauken und Trompeten!

Wenn auch Du Rhythmus im Blut hast oder auf der Suche nach einem passenden Geschenk für Deinen Lieblings-Tanzpartner bist, dann verschenke doch etwas von OxfamUnverpackt. Damit machst Du nicht nur der oder dem Beschenkten eine Freude sondern unterstützt auch Oxfams Partnerprojekte wie die von ASSOVIE. Somit können Mädchen wie Louise und Victoire auch weiterhin für ihre Zukunft arbeiten und vielleicht wirklich eines Tages ihre eigene Schneiderei eröffnen oder auf den Bühnen dieser Welt tanzen! Wir wünschen ihnen ganz viel Glück!

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