Vielen Dank für eure großzügige Unterstützung der Überlebenden in Haiti

Viele von Euch haben ganz schnell auf unsere Posts zur Situation in Haiti reagiert und durch die OxfamUnverpackt-Geschenke des Bereichs Not lindern aber auch direkt an Oxfam gespendet, um die Überlebenden in Haiti zu unterstützen. Dank eurer schnellen Reaktion konnte bereits vielen Menschen in Haiti geholfen werden.

Und sicher interessieren euch auch  die neusten Entwicklungen vor Ort.  Deshalb nun ein zweites Update zu Haiti und Oxfams Arbeit:

Nach Schätzungen der UN sind rund 3 Millionen Menschen vom schweren Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2010 betroffen – ein Drittel der Bevölkerung. Über 1,1 Millionen Menschen sind seither obdachlos, 537.180 leben derzeit in Notunterkünften in der Umgebung der Hauptstadt Port-au-Prince. Vom Beben am stärksten betroffen sind neben Port-au-Prince die Städte Gressier, Petit Goave, Grand Goave und Leogane. Die Regierung zählt bisher insgesamt 97.294 vollständig zerstörte und weitere 188.383 schwer beschädigte Gebäude.

Hygiene und Zugang zu sauberem Trinkwasser sind momentan die dringendsten Probleme in den zerstörten Gebieten. Deshalb hat Oxfam in den vergangenen Wochen in mehreren Notcamps von Port-au-Prince Trinkwassertanks aufgestellt und konnte so die Wasserversorgung von über 170.000 Bedürftigen sichern. Darüber hinaus wurden auch über 600 Latrinen errichtet. Außerdem wurden Zelte und Plastikplanen an Bedürftige verteilt, die während der einsetzenden Regenzeit als Notunterkunft dienen. Von Oxfam verteilte Familien-Sets erleichtern außerdem den Alltag der Kinder, Frauen und Männer, die auf der Straße leben müssen. Die Familien-Sets bestehen aus Plastikschüsseln, Küchenutensilien, Handtücher, Seife, Zahnbürsten und Zahncreme. Darüber hinaus baut Oxfam Kantinen für arme Familien und plant die Vergabe von Darlehen an Kleinstunternehmer/-innen, damit die Lebensgrundlage vieler Bedürftiger langfristig gesichert werden kann.

Um die lokale Wirtschaft anzukurbeln und den Einwohnern eine Einkommensquelle zu bieten, die sie von direkter Nahrungsmittelhilfe unabhängiger macht, bezahlt Oxfam lokale Helfer/-innen für die Mitarbeit in verschiedenen Projekten, die dem Wiederaufbau dienen. So schneiden zum Beispiel Jugendliche die Plastikplanen für die Notunterkünfte zu und binden sie zusammen. Andere räumen den Abfall in den Camps weg. Oxfams Nothilfe erreichte bereits über 220.000 Menschen vor Ort. Wegen der anbrechenden Regenzeit und der dann herrschenden Seuchengefahr hat der Bau von Latrinen und die Reparatur der Abwassersysteme in nächster Zeit Priorität. Über Neuigkeiten aus Haiti informieren wir euch weiterhin.

Kommentare

"Von Oxfam verteilte Familien-Sets erleichtern außerdem den Alltag der Kinder, Frauen und Männer, die auf der Straße leben müssen" - exzellent! ;)

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